Der Entschluss ist gefasst: das Buch wird unters Volk, beziehungsweise unter die Verlage gebracht! Ausdrucken, die Seiten in ein Kuvert gepackt, Verlagsadresse vermerkt, Briefmarke aufgeklebt und weg damit.
Leider, leider ist es damit nicht ganz getan. Das Kuvert muss mit mehr, als nur dem Manuskript oder eine Leseprobe gefüllt werden. Der Bewerbungsprozess, wenn man diesen denn so nennen kann, sieht vor, dass man eine ganze Reihe von Dokumenten versendet.
Das wichtigste Dokument ist meiner Meinung nach das Exposé. Dieses soll den Inhalt und die Handlung des Buches anschaulich zusammenfassen. Es ist DAS Dokument, das den Ausschlag darüber gibt, ob der Lektor das Manuskript oder die Leseprobe überhaupt erst in die Hand nimmt.
So weit so gut. Nun weiß ich, dass mein Exposé ein Knüller werden muss. Allerdings stehen noch zwei Fragen offen, die geklärt werden müssen, bevor ich mit dem Verfassen des Dokuments beginnen kann. Zum einen bin ich mir nicht sicher, ob mit Exposé wirklich auch ein solches gemeint ist. Der Begriff beschreibt nämlich eine inhaltliche Strukturieren eines noch nicht existierenden Buchs (oder Film). Wie sieht es mit fertigen Büchern aus? Meine Geschichte ist zwar noch nicht ganz fertig, aber so gut wie. Daher wäre doch eigentlich eher eine Synopsis, sprich Inhaltsangabe angebracht. So riesig groß ist der Unterschied zwischen den beiden Dokumenten nun auch nicht, aber man will schließlich auf Nummer sicher gehen. Es ist immerhin DAS Dokument der Dokumente. Vielleicht gehe ich einfach einen Kompromiss ein und schreibe eine Synopsis, die ich dann Exposé nenne
.
Auch bei der zweiten Frage, jener nach dem Umfang des Exposés, wird wohl ein Kompromiss herhalten müssen. An manchen Stellen der Fachliteratur werden ein bis zwei Seiten empfohlen, andere Quellen behaupten, dass fünf bis sechs die Norm sein. Ich werde mich wohl für die goldene Mitte entscheiden.
Da diese Fragen nun geklärt sind, kann ich endlich mit dem Verfassen des Exposés beginnen. Weitere aufregende Abenteuer zum Thema „Welche Dokumente schickt man an einen Verlag, damit dieser dann ein Buch mit meinem Namen drauf verlegt?“ folgen.