Das Exposé will mir nicht so recht von der Hand gehen. Bei dem Tempo, das ich momentanen an den Tag lege, wird es mich wohl noch eine Weile beschäftigen. Vielleicht kommt aber mit dem bevorstehenden Wochenende auch neuer Schwung mit ins Spiel. Ein paar Geistesblitze wären auch nicht schlecht.
Mittlerweile habe ich zwei verschiedene Versionen des Exposés erstellt, aber keine will mir so richtig gefallen. Also, muss eine dritte Version begonnen werden. Speziell der Beginn hat sich bisher als recht schwierig erwiesen. Irgendwie klingen alle einleitenden Sätze wie aus der Feder der Gebrüder Grimm – „Es war einmal“, „In einer längst vergangenen Zeit“, „Einst…“– und sind allesamt unbrauchbar.
Aber schon bald, das spüre ich, wird mir der goldene erste Satz gelingen. Doch den muss ich mir erst mal erarbeiten.
Gäbe es einen Exposé-Twitter, könnte ich besagte Arbeit wie folgt dokumentieren:
Thurston ist ein junger Mann, der…
langweilig!
Ein junger Mann namens Thurston…
Doof
Ein junger Mann namens Thurston…
Ok. Darauf kann man aufbauen.
Als Thurston eines Morgens erwacht, hat er einen Großteil seiner Erinnerungen verloren.
Irgendetwas fehlt noch.
Als Thurston erwacht eines Morgens um festzustellen, dass er einen Großteil seiner Erinnerungen, speziell aber sein emotionales Gedächtnis, systematisch ausgelöscht hat.
Könnte funktionieren. Mal schauen, ob der erste auch mit dem zweiten Satz harmoniert.
Thurston erwacht eines Morgens um festzustellen, dass er einen Großteil seiner Erinnerungen, speziell aber sein emotionales Gedächtnis, systematisch ausgelöscht hat. Nur mit Mühe kann er sich an seinen eigenen Namen erinnern und selbst die Ereignisse der vergangen Nacht wollen ihm nicht mehr einfallen.
Mmmm..?
Findet Ihr das spannend? Würden Euch diese beiden Sätze zum Weiterlesen animieren? Ich beende den Exposé-Twitter (die Idee sollte ich mir patentieren lassen) für heute. Morgen geht’s weiter.












Ich hatte mal den Tipp von Andreas Eschbach gelesen, bei jedem Anfang (Egal ob Buch-, Kapitel- oder Exposéanfang, alles so niederzuschreiben wie man meint und anschließend den einleitenden Satz (bzw. Sätze) zu streichen und irgendwo mitten im text wieder einzufügen. Das hieße bei Dir als Anfang:
“Nur mit Mühe konnte er sich an seinen eigenen Namen erinnern und selbst die Ereignisse der vergangen Nacht wollten ihm nicht mehr einfallen. …
… bla bla (keine Anhnung was jetzt für ein Text käme, aber der Leser wird auf die Folter gespannt, warum das denn so ist) und irgendwann kommt…
“Thurston hatte den Großteil seiner Erinnerungen, speziell aber sein emotionales Gedächtnis, systematisch ausgelöscht.”
Ich fand den Tipp sehr gut und mir persönlich hat er viel gebracht. Oft kann man den ersten Satz/die erten Sätze ganz streichen (d.h. ohne sie irgendwo einzufügen).
Hallo Martin,
hast du mal in den neuesten Blog von Jacky geschaut. Sie schreibt dort gerade etwas über den ersten Satz bzw. die Erstellung eines (Teils eines) Exposés. Die Überschrift des Blogs lautet: Die Schneeflocken-Methode. Vielleicht hilft sie dir ja etwas weiter – vielleicht hast du aber über all diese Dinge schon nachgedacht…. ich weiß es nicht.
Ich wünsch dir auf jeden Fall gutes Gelingen und viel Kreativität für das Wochenende.
LG
Tiny
Die Idee mit dem Blog/Leserbefragung zahlt sich tatsächlich aus ☺ Vielen Dank für die Tipps, Tiny und Tom. Euer Feedback ist Gold wert. Von Eschbach habe ich mir auch den ein oder anderen Tipp zum Thema Manuskript & Co abgeschaut. Den mit dem ersten Satz kannte ich allerdings noch nicht. Werde auch gleich mal bei Jacky vorbeischauen und zu sehen, was sie zu dem Thema zu sagen hat.
Vielen Dank euch beiden!!!
Das Blöde ist: frag 5 Leute nach ihrer Meinung und du wirst 5 Meinungen bekommen. Den Tipp von Eschbach, den ich meinte, hab ich gerade auch nicht wiedergefunden. Es war eine Antwort auf irgendeinen Leserbrief. Aber in seinem 10-Punkte TÜV schreibt er das auch in ähnlicher Form (Punkt 1)
http://www.andreaseschbach.de/schreiben/page96/page96.html
Wow, der Tipp von Tiny war ja echt klasse. Den Blog hab ich in der letzten Stunde quasi verschlungen. Und es gibt noch genug zu lesen für weitere interessante Stunden. Danke!
Hallo Martin, Hallo Tom,
ja der Blog von Jacky ist Gold wert. Da bekommt man viele gute Tipps und das Ganze ist auch noch ganz gut aufgebaut. Sie hat mittlerweile auch einen “Spickzettel” entworfen, auf dem man die einzelnen Themen noch besser wiederfinden kann, wenn man mal spezielle Tipps braucht. Auf der Seite “Schreibwerkstatt.de” kann man ihn irgendwo finden, weiß nicht mehr genau wo.
Ist sehr hilfreich, finde ich…. ich muss mal selbst dort nachschlagen, da ich im Moment auch etwas hänge……
LG
Tiny