Das DN Bok

Die schwedische Tageszeitung Dagens Nyheter (DN) hat die Göteborger Buchmesse dazu genutzt, um eine neue literarische online Plattform zu präsentieren. Diese nennt sich DN Bok und ist in die DN Homepage integriert. Das Ganze kann als Buch-Portal betrachtet werden: Hier werden Bücher in rauen Mengen rezensiert, Kulturjournalisten teilen sich auf ihren Blogs mit und prominente Autoren geben Einblick in ihre privaten Bibliotheken. Dazu gibt es Interviews in Schrift und als Video-Stream sowie Artikel, die die neusten Geschehnisse, Trends und Tratsch aus der nationalen und internationalen Buchindustrie zusammenfassen.

Für Lesebegeisterte ist DN Bok eine schöne Spielwiese, die dem Interesse an Büchern viel Auslauf bietet. Die Buchplattform ist allerdings an sich nichts Neues. In Deutschland gibt es den FAZ Lesesaal (der frevelhafterweise einst Read Room genannt wurde) der sich mit Hilfe eines Forums um Interaktivität bemüht. Dennoch kommt mir die Strategie der altehrwürdigen FAZ ein wenig aufgezwungen und noch nicht ganz ausgereift vor. Hier könnte man sich ein wenig mehr Inhalt und Mut zur Integration von beispielsweise Podcasts und Blogs wünschen, um dem Projekt eine persönlichere Note zu verleihen. Diesbezüglich scheint DN die Nase vorn zu haben.

Die Kulturindustrie tut sich nach wie vor schwer, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Auf den beiden lesenswerten Blogs Das Kulturmanagement Blog und Kulturmarketing Blog wird regelmäßig diskutiert, welche Möglichkeiten die Kulturindustrie in punkto Internet und Marketing ausschöpfen könnte und sollte.

Darum freut es mich, dass zumindest Zeitungen wie DN und FAZ dem Buch eine besondere Rolle zuordnen und sich dabei hinaus ins Internet wagen.

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5 Responses to “Das DN Bok”


  • Sehr interessanter Beitrag. Schade, dass ich kein Schwedisch kann.

  • 1)Erstmal vielen Dank für`s Verlinken meines Blogs!

    2)Klingt interessant! Ich finde es auch schade, dass ich es nicht vestehe, weil ich kein Schwedisch kann. Aber man bekommt trotzdem einen Eindruck davon, was in diesem Bereich möglich wäre…

    Ja, dem FAZ-Lesesaal fehlt es etwas an der persönlichen Note, finde ich auch. Interaktionsmöglichkeiten gibt es ja über die Kommentarfunktion.

    Gerne mag ich dieses Portal: http://www.literaturcafe.de.

    Grüße, Karin Janner

  • Vielleicht kann ich auf Buch Geburt ja einen kleinen Sprachkurs einbauen, sodass meine Leser schon bald fließend Schwedisch lesen und sprechen können.

    @ Karin – Literaturcafe ist definitiv ein hervorragendes Forum.

  • Warum diese Web site haben nicht andere Sprachunterstützung?

  • @ ingiltere vizesi Persönlich finde ich, dass die gängigen Sprachtools noch ein wenig holprige Texte abliefern. Aber dein Deutsch scheint doch richtig gut zu sein. Lass mich einfach wissen, falls Du etwas nicht direkt verstehen solltest.

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