Deutschlands größter Kaffeehändler, dessen Name ähnlich klingt, wie das Geräusch, das beim Niesen entsteht, ist gemeinhin für den Verkauf von Bohnen, Handytarifen und Winterfunktionsunterwäsche bekannt. Wer gedacht hat, das eklektische Sortiment könne sich nicht noch weiter vom traditionellen Kaffeehandel entfernen, lag falsch, denn nun bietet man auch einen Book on Demand Service an.
Das Ganze geschieht in Kooperation mit dem „Name-Ist-Programm-Book-On-Demand-Service-Anbieter“ namens Books on Demand (BOD).
Wer also ein Buch via – ich komme wohl nicht um die Nennung der Firma herum – Tchibo in Druck geben möchte, kann dies mit rund 40 € für ein Zehntel des regulären BOD-Preises tun. Das Angebot gilt allerdings nur bis zum 06.01.09, was darauf schließen lässt, dass Tchibo darauf baut, dass die Deutschen nun ihre Memoiren, Tagebücher, Gedichte und Novellen aus der Schublade holen werden, um diese ihren Lieben in gebundener Form als Weihnachtsgeschenk zukommen zu lassen.
Auf das Thema Book on Demand will ich gar nicht weiter eingehen, möchte aber mit der Warnung Ursula Narrs abschließen:
Aber Vorsicht vor dem Kleingedruckten! Wer sein Buch zur Veröffentlichung und zum Verkauf freigibt geht einen Buchvertrag mit BoD über eine Laufzeit von fünf Jahren ein. Weitere Kosten können durchaus entstehen, da BoD für ihr so genanntes „Datenmanagement“ 1,99 Euro pro Monat verlangt. Wer sich aus dem Vertrag vor Laufzeitende lösen will, zahlt stolze 299 Euro…












Ja, das Angebot von Tchibo hatte ich auch bereits gesehen und tatsächlich überlegt, ob ich nicht zuschlagen sollte…..und das kam so:
Leider habe ich bei dem “Peter-Härtling Preis 2009″ mit meinem Jugendbuchmanuskript kein Glück gehabt (die Chance war winzig klein, nur 1 Gewinner bei 256 Einsendungen). Ich habe zwar noch keine schriftliche Absage bekommen, aber im Internet schon einiges über die Gewinnerin gelesen. Ihr Manuskript wird 2009 beim Beltz Verlag gedruckt und vermarktet. ….schade, ein bisschen hatte ich schon noch gehofft – ich war (und bin es noch immer) doch sehr von meinem Manuskript überzeugt. Finde mein Thema ziemlich aktuell und wichitg in der heutigen Zeit; es handelt von einem Mädchen, 13 Jahre alt, die eine Bekanntschaft im Internet macht und sich heimlich aufmacht um den unbekannten Jungen zu treffen, da sie Probleme mit Freunden, Schule, Eltern und einem Umzug hat….
So, nun, da ich nicht gewonnen habe bleibt die Möglichkeit, mich selbstständig auf die Suche nach einem Verlag zu machen (mich mit den gleichen Gedanken herumschlagen wie du vor kurzem oder immer noch?) oder ….dann kam das Angebot von Tchibo…Danke für deinen Blogbeitrag hierzu.
LG
Tanja
Das tut mir aber leid, dass den Preis nicht gewonnen hast. Aber wie Du selbst schon gesagt hattest, sind die Chancen bei der hohen Zahl der Einsendung sehr gering.
Bevor Du Dich aber in ein BoD-Abenteur stürzt, würde ich dir dennoch empfehlen andere Optionen auszuloten. Wie Du an dieser Stelle mitbekommen hast, ist die Verlagssuche ein recht langes und nervenaufreibendes (und bei mir sind noch nicht einmal die ersten Absagen eingetroffen) Unterfangen, aber ich finde, dass man nichts unversucht lassen sollte.
Ein weiterer Schritt wäre die Suche nach einem Literaturagenten, der in Deinem Fall auf Jugendbücher spezialisiert ist. Dieser Schritt steht bei mir als nächstes auf der Liste und ich habe bereits begonnen Recherchen in diese Richtung zu betreiben. Meine Erkenntnisse werde ich hier natürlich dann in kürze mitteilen.
Also, nicht aufgeben, und ein Buch on Demand kannst Du, wenn alle Stricke reißen, später auch noch drucken lassen. LG Martin