Der Literarische Fightclub

In der FAZ geht es derzeit heiß her. Die Kulturredaktion versucht mit aller Macht Gewalt und Aggression in der Literaturszene zu schüren. Erst gestern erschien ein Artikel mit dem Titel „Dichter hassen besser“ in dem zu einen berühmte Dichterfehden reminisziert werden und zum anderen arme Schriftstellerikonen ganz nebenbei eine verpasst bekommen: „ Emile Zola, einer der meistgehassten Dichter aller Zeiten“. Der arme Kerl.

Aber das ist noch lange nicht alles. Clemens Meyer fordert seine Schriftstellerkollegen in seinem FAZ-Blog dazu auf, die Schreibgeräte aus der Hand zu nehmen und stattdessen die Fäuste zu schwingen; ganz im Stile von Hemingway, der sich sogar nicht zu schade war, Tote herauszufordern: „ ich habe angefangen zu versuchen, tote Schriftsteller zu schlagen, von denen ich weiß, wie gut sie waren”.

Ist die FAZ etwa Wegbereiter für einen neuen Trend in der Literaturszene? Für ein wenig Aufmerksamkeit tue ich ja bekanntlich alles. Nehmen wir also mal an, die altehrwürdige Zeitung hat Recht, und bald werden Buchmessen nichts anderes als Kampfveranstaltungen sein: wären dann nicht David-gegen-Goliath-Kämpfe besonders populär? Ich alter Hobbyschriftsteller bräuchte also nur einen etablierten „Champ“ der  Literaturkampfszene herausfordern und boooom wäre ich im Geschäft. Wie wär’s Mr. Meyer? Ready to rumble ;)

Ich werde mir mal ein paar rohe Eier genehmigen und dann kann es los gehen.

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