Zum Schreiben bin ich im Urlaub noch nicht so richtig gekommen, aber wenigstens hat es mit dem Lesen bisher wunderbar geklappt. Eben habe ich die letzten Seiten von Neil Gaimans „Graveyard Book“ in der prallen Sonne gelesen. Wie all die anderen Werke Gaimans, sei es Comics, Romane oder was er sonst noch so macht, äußerst kreativ und phantasievoll, aber auch nicht sein bestes.
Die sehr niedliche Entstehungsgeschichte des Buches beschreibt passend worum es in diesem geht: Vor zwei Jahrzehnten beobachtete der junge Gaiman wie sein Sohn zwischen den Grabsteinen des benachbarten Friedhofs herumtollte und plötzlich war eine Buchidee geboren. Er fühlte sich bei dem Anblick an Das Dschungelbuch erinnert, befand dass es interessant sein könnte den Dschungel mit einem Friedhof und die Dschungelbewohner mit Geistern auszutauschen.

Neben dieser Anekdote gibt Gaiman im Nachwort auch einen Einblick in den Schreibprozess, was ich als Buchhebamme immer wieder sehr spannend finde. Der gute Neil hat nämlich mit dem dritten Kapitel begonnen. Ob dieses Kapitel ursprünglich als Anfang gedacht war verrät er nicht. Persönlich schreibe ich aber eher linear, ohne Sprünge nach vorne oder hinten im Text.
Ich merke gerade, dass ich eine Nische in der Literaturrezension gefunden habe. Statt das eigentliche Buch zu besprechen, rezensiere ich das Nachwort.












Na toll, in der deutschen Erstauflage hat sich der Arena-Verlag das wohl gespart… Vor lauter Metalldose drumherum… Mist.