Es ist geschafft! Die Verlagssuche ist nun endlich fürs Erste abgeschlossen. Die letzte “Bewerbung” ist nun auf ihrem Weg, und mir bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten. Der erste Schritt der Verlagssuche war wesentlich zeitaufwendiger als erwartet. Es kam mir so vor, als hätte ich mindestens genauso viel Zeit mit der Überarbeitung des Manuskripts und des Exposés zugebracht, als mit dem Schreiben des Romans selbst.
In der heißen Phase habe ich dann noch meine Wohnung in ziemlicher Unordnung
mit Papierstapeln
und Briefumschlägen teilen müssen,
bevor ich dann heute Morgen das letzte Kuvert in den Briefkasten habe werfen können.
Ein weiterer wichtiger Schritt der Buch Geburt kann nun abgehakt werden. Jetzt kann ich mich endlich wieder anderen Projekten widmen und einfach nur schreiben. Im neuen Jahr werde ich mich vielleicht auf die Suche nach einem Agenten begeben, aber nun wird erst mal wieder geschrieben!
Sie sind wieder zurück: die Strickwaren die ich rief.
Vor ein paar Wochen hatte ich mir eine Kurzgeschichte ausgedacht, in der sich die Protagonistin mit Hilfe der therapeutischen Wirkung des Strickens das Rauchen abgewöhnt und der das Stricken so viel Freude bereitet, dass sie beginnt Parkbänke, Laternen und Straßenschilder im Stile des sogenannten Urban Knittings zu verzieren. Einen Tag nach dem ich die Geschichte beendet hatte, traf ich plötzlich auf dieses Verkehrschild und begann darüber zu sinnieren, ob dies Zufall war, oder ob ich mit meinen Texten wohlmöglich die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit zu vermischen vermag.
Die erste Annahme ist natürlich am wahrscheinlichsten und Zweite ein durchaus vermessene Behauptung, aber es gilt festzuhalten, dass sie wieder da sind: die Strickwaren, die ich rief!
Als ich neulich mein neues MacBook erwähnte wurde ich nach den Vorteilen eines Macs gegenüber eines PCs gefragt. Mein Antwort viel recht kurz und knapp aus, da ich keine Mac vs PC Diskussion vom Zaun brechen wollte. Wenn man sich aber folgendes Video anschaut wird deutlich, dass
a) ich mir mehr Mühe bei der Beantwortung der Frage hätte geben können
b) eine Mac vs PC Diskussion ganz schön ins Auge gehen kann.
Neulich hatte ich darüber berichtet, dass ich irgendwie und unwissentlich in die Handlung eines von einer Kollegin geschriebenen Buches gestolpert bin. Diese hatte nämlich den Büroalltag in ihrem Roman veröffentlicht. Mehr habe ich noch nicht über den Inhalt des Buches in Erfahrung bringen können. Dafür weiß ich aber nun, dass besagte Kollegin auch Comics zeichnet und sich da, genau wie beim Schreiben, aus dem Ereignispool unserer Firma bedient.
Für alle die sich fragen, wie der BuchGeburt Kerl eigentlich aussieht:
Der Hintergrund zu der Zeichnung:
Eines schönen Abends waren wir mit ein paar Kollegen nach der Arbeit noch ein Bierchen trinken. Zwei Bierchen später begannen wir darüber zu diskutieren, welche Superkräfte wir als Comic-Helden hätten. Da ich ein Art (¾) Fotografisches Gedächtnis habe, dass sich immer nur einschaltet, wenn ich etwas verlegt habe, sagte ich, dass meine Superkraft das Finden wäre. Langweilig, ja, aber hey…ich hatte schon Bier Nr. drei begonnen und wenn Batmann mal wieder die Schlüssel zum Batmobil verloren hat, wünschte er sich sicherlich auch Finder-Superkräfte zu haben.
Heute wurden noch mal ein paar (Manuskript-)Tüten geklebt, aber danach war wohlverdiente sonntägliche Ruhe angesagt. Kurz und schmerzlos kommentiert sah das so aus:
kurze Jogging-Runde um den See
längere Surf-Runde im Internet. Davon gibt es kein Foto, aber auf Uwes Blog gibt es zwei sehr lustige Videos, die die Tätigkeiten des Durchschnittssurfers hervorragend zusammenfassen.
Danach fand ich ein wenig Trost, auf Richard K. Breuers Blog, denn dieser schlägt sich derzeit auch mit seinem Manuskript herum. Da man Tag ein Nacht aus immer nur alleine in seiner Schreibstube sitzt, ist es immer wieder schön zu erfahren, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist
Als nächstes bin ich dann über Lilos BookBox gestolpert, an der sie derzeit noch bastelt.
Abschließend habe ich mir von Christoph Maasch auf Sprechbude aus Jonathan Harkers Tagebuch (Bram Stoker, Dracula) vorlesen lassen. Sprechbude ist der perfekte Begleiter bei Ausflügen durchs Internet.
Endlich! Der Nachfolger meiner alten Schreibmaschine – dem iBook – ist da: ein wunderhübsches MacBook, das leuchtet, glänzt, surrt und auch noch anderen tolles Sachen machen kann. Es wurde auch Zeit, denn das Schreiben von Hand und das heimliche Tippen auf der Arbeit sind wirklich keine produktive Dauerlösung.
Ab jetzt gibt es also eine Ausrede weniger und es sollte wieder problemlos an Geschichten und Blogposts gebastelt werden können. Sobald ich den neuen Computer mit den notwendigsten Programmen ausgestattet habe, werde ich mich seit langer Zeit mal wieder mit Programmen für Schriftsteller befassen. Ich habe schon mit einigen herum gespielt und die Meisten sahen echt vielversprechend aus. Mehr dazu gibt es bald an dieser Stelle nachzulesen.
Mein eigenes Bild war nicht so der Bringer. Der Compu sieht aber in Wirklichkeit so aus:
(Ich hatte übrigens kurzzeitig überlegt dem Computer einen Namen zu geben, kam aber zu dem Schluss, dass dies vielleicht ein wenig zu neurotisch wäre und wollte außerdem meinen Lesern nicht noch einen weiteren Namensgebungsprozess zumuten.)
Das Schicksal hat mir einen Plan B zugespielt, für den Fall, dass es mit der Buchveröffentlichung nicht klappen sollte. Gestern, im Büro, fand ich nämlich ein Manuskript im Drucker. Dabei handelte es sich (ausnahmsweise) nicht um mein eigenes, denn es war feinsäuberlich mit dem Namen einer Kollegin versehen und zudem noch in schwedischer Sprache verfasst.
Prompt viel mir ein Gespräch mit besagter Kollegin ein, das wir vor Monaten einmal bei einer Unternehmensfeier geführt hatten. Damals hatte sie mir anvertraut, dass sie ebenfalls an einem Buch schreibe, welches Geschehnisse aus ihrem Alltag zum Gegenstand hätte.
„Ihr Alle kommt darin auch vor“, gestand sie und zeigt mit ihrem Zeigefinger reihum auf alle Anwesende im Raume, was schon fast einer Drohung glich. Wir änderten das Thema auch schnell wieder und besannen uns auf andere Dinge, wie beispielsweise Weintrinken.
Ihr Worte schossen mir wieder durch den Kopf, als ich den Titel des Manuskripts erspähte: Mit offenen Augen
Bin mal gespannt wie ich darin wegkommen werde. Sollte meine Kollegin mehr Glück bei der Verlagssuche haben als ich, könnte ich zumindest Gegenstand eines Buches, wenn schon nicht der Verfasser, werden.
Dennoch werde ich in Zukunft viel vorsichtiger bei der Wahl meiner Worte und Taten sein, denn man ist ja nicht ständig „buchreif“. Zumindest nicht im positiven Sinne.
Zeit für eine wohlverdiente Erholungspause. Ich kehre Schweden für ein paar Tage den Rücken und reise heute Abend in den Süden. Nach Deutschland, um genauer zu sein (Wenn man manchen Schweden über den „Kontinent“ im Süden sprechen hört, könnte man tatsächlich meinen, Deutschland wäre ein sonniges Urlaubsparadies).
Zwar werde ich mich auf die faule Haut legen und soviel Zeit wie möglich mit Familie und Freunden verbringen, aber Deutschlands Lektoren müssen dennoch auf der Hut sein. Ab morgen werden nämlich die Verlage angerufen, gepitcht, und dann werden die ersten Manuskripte verschickt. Dies wirft natürlich auch die Frage nach dem Titel auf. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Um den Druck ein wenig rauszunehmen, suche ich nicht mehr länger nach einem Buch- sondern nach einem „Arbeitstitel“! Damit halte ich mir die Option offen den Titel wieder zu ändern (und davon werde ich mit ziemlicher Sicherheit gebrauch machen).
Wie auch immer, das Kind braucht einen Namen und das Manuskript muss endlich raus. Aus dem Zettel-Wirrwarr in meiner Wohnung habe ich also zwei Titel herausgefiltert und sie miteinander kombiniert.
Der Arbeitstitel lautet:
Der Selbstversuch – von Angst, Schmerzen und anderen Freuden.
Danke an alle, die mir bei der Titelsuche geholfen haben.
In den kommenden Tagen werde ich nur begrenzten Zugang zum Internet haben, werde aber dennoch versuchen so oft wie möglich zu bloggen.
Um alle Titelvorschläge nochmals aufarbeiten zu können und um mich zu einer Entscheidung zu zwingen, habe ich beschlossen meine Wohnung motivationsfördernd zu dekorieren. Wenn dies helfen sollte mein Ziel zu erreichen, hätte ich nebenbei auch noch eine neue Form der Inneneinrichtung erfunden…Functional Wallpaper oder etwas in der Richtung.
Die Reaktion auf den Buchtitel-Hilferuf übertrifft all meine Erwartungen. Mir scheint derzeit tatsächlich der nötige Abstand zu meiner Geschichte zu fehlen, um mir selbst einen vernünftigen Titel auszudenken. Daher war es sehr hilfreich eine „unabhängige Meinung“ einzuholen und Distanz zu meinem eigenen Text zu gewinnen. Einige der schlausten Köpfe aus dieser Ecke des Internets waren so freundlich und haben ihr Titelvorschläge abgegeben, und dafür bin ich ihnen äußerst Dankbar.
Um aus der Fülle der Vorschläge meinen Favoriten herauszufiltern, werde ich die eingegangenen Titel auf Zettel schreiben und mit diesen die Wände meiner Wohnung dekorieren. Somit habe ich das ganze Wochenende Zeit, mich mit den Vorschlägen auseinanderzusetzen – ob ich will oder nicht .
Es sei übrigens noch gesagt, dass ich froh bin, die Buch Geburt Leser und nicht den Book Title Generator um Rat gefragt zu haben.
Wenn es nämlich nach diesem ginge, würde mein Buch folgendermaßen heißen:
Nasse Diener
Das schwindende Schiff
Der heilende Stein
Das Jemandes-Licht (hu?)
Die Ehefrau der Piraten
Diebstahl bei Licht
Die Titelsuche hätte also böse ausgehen können. Daher nochmals vielen, vielen Dank für Eure Hilfe!!!