Was so alles in einem Buch stecken kann. Nette Animation des New Zealand Book Council.
Archive for the 'Uncategorized' Category
Endlich wieder zurück in Stockholm. Zwei kurzfristig angelegte Reisen innerhalb von nur zwei Wochen haben meine Planung für den November ziemlich umgekrempelt. Zum Glück habe ich nicht an dem diesjährigen NaNoWriMo teilgenommen, denn das Ziel einen Roman innerhalb nur eines Monats zu schreiben hätte ich dadurch sicherlich nicht geschafft.
Eigentlich hatte ich gedacht, dass die Zeit im Flieger (speziell auf der Reise nach San Francisco) und das Warten auf Anschlussflüge, dem Schreiben förderlich sein würden, aber leider war dem nicht so. Scheinbar funktioniert das Schreiben in meinem Fall nur innerhalb der eigenen vier Wände, und hoffentlich wird morgen wieder damit begonnen.
Neben Arbeit und Schreiben werde ich mich in den kommenden Tagen auch mit dem Runterzählen der Tage bis zum Weihnachtsurlaub beschäftigen. In genau einem Monat geht es wieder zurück nach Hause nach D-Land und darauf freue ich mich schon wie blöd.
…ich weiß gar nicht, die wievielte Auflage des Airport-Blogging dies ist. Vielleicht die Dritte? Wie auch immer, ich sitze mal wieder am Flughafen in Stockholm und warte auf den Flieger, der mich nach Frankfurt bringen soll. Danach geht es non-stop nach San Francisco. Wie immer ist dies eine sehr kurzfristige angelegte Geschäftsreise (habe erst am Montag davon erfahren) aber ich werde mich nicht beschweren, denn ich war noch nie in good ol’ California.
Außerdem sollte ich auf dem langen Flug genügend Zeit zum Schreiben finden, obwohl mich vielleicht die zwei Bücher, das halbe Dutzend Zeitschriften und die fünf Hörbücher davon ablenken könnten.
Ich hoffe, dass San Francisco ein wenig Inspiration bereithalten wird. Werde versuchen über meine Eindrücke zu bloggen. Auf jeden Fall werde ich davon Zwitschern und zwar hier:
In gewisser Weise handelt es sich bei Buch Geburt um ein(en) Buch-Blog. Solche gibt es im Internet zu tausenden, Blogs in denen Buchprojekte dokumentiert oder Bücher rezensiert werden. Wenn es mich aber nicht alles täuscht, gibt es bisher nur ein einziges Blog-Buch oder genauer gesagt nur ein Buch der Blogger.
Bei diesem Projekt soll ein „greifbarer Blog“ erzeugt werden, und dies soll mit Hilfe einer Vielzahl von Bloggern geschehen:
Dann lade ich euch hiermit ein, das “greifbare” Blog mitzugestalten. Ein Blog, welches man in die Hand nehmen kann, bei dem man nicht mit Bits und Bytes hantiert, sondern mit Stift, Schere, Foto seinen Händen und vor allem Kreativität. Nun es gibt also das „Buch der Blogger“. Dieses Buch ist noch ziemlich leer. Die Aufgabe besteht darin, dass jeder Blogger und jede Bloggerin, die sich berufen fühlt, eine (1!) Seite im „Buch der Blogger“ nutzen soll, um eine ganz persönliche und kreative Seite zu gestalten.
Initiiert wurde das Projekt von Marcus O. Mielke, der ein unbeschriebenes Buch auf die Reise geschickt hatte. Leider haben sich nicht alle Teilnehmer an die Spielregeln gehalten und die Buch-Blog-Kette ins Stocken gebracht. Marcus hat im Oktober mitgeteilt, dass das Projekt zu 90 Prozent gescheitert sei. Das ist sehr schade, denn die Idee war genial. Aber wer weiß, vielleicht kommt am Ende doch noch das fertige Buch der Blogger dabei heraus.
Heute um Mitternacht fiel der Startschuss für den diesjährigen NaNoWriMo.
Hier noch mal die Spielregeln:
Ziel der Aktion ist es a) Menschen zum Schreiben zu bewegen und b) die Teilnehmer dazu zu bringen einen Roman innerhalb eines Monats zu schreiben. Begonnen wird am 1. November und das letzte Wort sollte bis zum 30. November um Mitternacht geschrieben sein. Apropos Wörter, derer muss man 50 000 geschrieben und diese wiederum auf 175 Seiten verfrachtet haben.
Auf Bloggezwitscher gibt es einen guten Screencast, der NaNoWriMo erklärt und dazu ein paar Softwaretools vorstellt, die beim Schreiben von Nutzen sein können.
Leider, oder zum Glück, bin ich derzeit voll mit meinem eigenen Schreibprojekt beschäftigt (dazu wird es hier auch bald ein Update geben) und werde deshalb nicht am NaNoWriMo teilnehmen. Vor all jenen, die sich dieser Herausforderung stellen ziehe ich voller Bewunderung den Hut. Ich habe mich mal auf die Suche nach deutschen Teilnehmern gemacht, deren Reise durch das Projekt ich im November verfolgen möchte.
Lasst mich gerne wissen, falls ihr weitere Teilnehmer kennt, die in die Liste aufgenommen werden sollten.
Für alle Anhänger des Schweden-Krimi-Genres, aber insbesondere für Krimi-Autoren, habe ich heute den perfekten Link-Tipp: Auf Skandinavische Kriminalfälle werden fleißig Verbrechen aller Art aus dem hohen Norden zusammengetragen. Wer sich also ein Bild darüber machen möchte, ob Stig Larsson, Håkan Nesse, Liza Marklund, Henning Mankell und all die anderen Vertreter der Scandi-Crime in ihren Bücher über- oder gar untertreiben, ist hier bestens aufgehoben.
Als ich vor rund fünf Jahren in Schweden ankam war ich überrascht von der Menge der Kriminalfälle, die einem bei der morgendlichen Zeitungslektüre entgegenschlagen. So viel Mord und Totschlag hatte ich in diesem idyllischen und beschaulichen Land nicht vermutet. Meiner Meinung nach, sind Schweden und seine skandinavischen Nachbarn nicht gewalttätiger und verruchter als andere Länder auch. Dennoch scheinen Morde häufiger auf den Titelseiten der Boulevardblätter zu landen, als beispielsweise in Deutschland. Und da dem so ist, haben auf jeden Fall etablierte und werdende Krimi-Schriftsteller eine wertvollen Informationspool aus dem sie schöpfen können.
Für all jene etablierten und werdenden Krimi-Schriftsteller Deutschlands, die nicht einer der skandinavischen Sprachen mächtig sind sei Skandinavische Kriminalfälle als eben solche Inspirationsquelle empfohlen. Aber auch wenn man nicht auf Krimi-Material erpicht ist, lohnt sich ein Besuch des Blogs.
Alle Schriftsteller kennen das schreckliche Reizwort, das mit „Ab“ beginnt und mit „sage“ endet. Monate, gar Jahre hat man im stillen Kämmerlein verbracht, Wort für Wort und Satz für Satz in eine Tastatur gehämmert und viel Schweiß und Blut vergossen, bis das Buch schließlich fertig war. Nicht irgendein Buch, sondern das Eigene und dazu vielleicht eines der besten Bücher überhaupt. Doch mit der Meinung ist man oft alleine, denn nach und nach trudeln die ersten Verlagsabsagen ein. Plötzlich beginnt der Traum vom Schriftstellerdasein zu bröckeln. Für viele stirbt der Traum sogar.
Ähnlich erging es Mary Patrick Kavanaugh. Auch sie hatte ein Buch geschrieben und den Traum gehegt, dass dieses eines Tages in den Bücherregalen der Welt zu finden sein würde. Doch die Verlage wollten nicht mitspielen und erteilten ihr eine Absage nach der anderen. Schließlich trat ihr Agent mit dem Rat an sie heran, das Buch selbst zu veröffentlichen. Das war der Todesstoß. Der Traum vom Buchvertrag war tot.
Was macht Mary? Sie beschließt das Buch tatsächlich selbst zu veröffentlichen und den Traum zu Grabe zu tragen. Das ist nicht bildlich gesprochen. Sie hat tatsächlich eine Beerdigung für ihren Traum mit Sarg, kirchlicher Zeremonie und allem drum und dran organisiert. Die Zeremonie wurde gefilmt, auf Youtube geladen und wuuusch der Marketingstunt beförderte Mary über Blogs und Podcast hinweg in die amerikanischen Medien und sogar bis auf Oprah Winfreys Couch.
Wenn man seinen Traum zu Grabe tragen muss, dann sollte man also versuchen das Beste aus seinem Ableben herauszuholen.
Ich liebe guter Bücher, aber mindestens genauso sehr mag ich Dokumentationen über gute Bücher beziehungsweise deren Schöpfer. Es ist immer wieder äußerst interessant einen kleinen Einblick in das Leben und Denken von kreativen Menschen zu bekommen.
Vorhin bin ich über einen Trailer gesurft, der just eine solche Innenansicht des Beat-Heldens Jack Kerouac zu liefern scheint: One Fast Move or I’m Gone: Kerouac’s Big Sur. Der Trailer beginnt mit dem Ausrollen des Manuskripts von Big Sur; was mehr kann sich der Bücher-Doku-Nerd wünschen. Die Doku ist seit letzter Woche in den USA als DVD erhältlich. Wenn mich nicht alles täuscht, sollte sie in Deutschland ab dem 6. November zu haben sein.
Eine Stahlpfanne, die häufig in der asiatischen Küche zum Einsatz kommt? Ein kleines pelziges Lebewesen, vom Planeten Kashyyyk? Oder das Buch der Zukunft?
Tatsächlich könnte es Letzteres sein. Anfang Oktober präsentierte das Verlagshaus Simon & Schuster eine Reihe von eBooks, die Text mit Video verbinden. Aus der Synergie von Buch und Video entstand nicht nur ein Cross-Media-Buch, sondern auch der griffige Name Vook.
Ladet man sich nun ein Vook auf den E-Reader oder das iPhone trifft man also nicht mehr nur auf die guten alten Buchstaben, sondern auch auf Videos, die das Leseerlebnis erweitern sollen. Handelt es sich beispielsweise um ein Koch- oder ein Trainingsbuch, kann man sich erst den Text durchlesen und daraufhin ein Video konsultieren, das die Instruktionen veranschaulicht. Bei Sachbüchern lasse ich gerne die Devise gelten „je mehr Informationen desto besser“. Doch wie sieht es bei einem Vook-Roman aus? Nun, auch dort sollen zusätzliche Informationen in den Text eingebettet werden, beispielsweise Videos von Schauplätzen oder Personen, die der Text beschreibt.
Der Vook-Roman spricht mich spontan allerdings nicht besonders an, da ein Buch ja eigentlich das Manuskript für den Film im Kopf des Lesers sein soll. Durch zu viele Zusatzinformationen (die man ja eigentlich nur abrufen muss, wenn einem danach ist) wird meiner Meinung nach die Phantasie beim Lesen zu sehr eingeschränkt.
Dennoch finde ich das Konzept äußerst interessant und wegweisend. Richtig angewandt kann man in einigen Jahren sicherlich ein ansprechendes Vook-Leseerlebnis erschaffen.
Das denken andere Blogger über das Vook:


