Archive for the 'Verlagssuche' Category

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Titel Gesucht!

Jetzt braucht das Kind noch einen Namen. Mir ist noch immer kein geeigneter Buchtitel eingefallen. In dem für die Verlagssuche vorgesehenem Anschreiben steht nach wie vor der Buchstabe X in dreifacher Ausführung als Platzhalter für den Titel. Das mit der Namensgebung ist ein Kreuz (wie man hier nachlesen kann), daher würde ich mich über Hilfe freuen. Ein vernünftiger Arbeitstitel wäre schon ein Fortschritt.

Hier nochmals eine kurze Zusammenfassung der Geschichte:

XXX ist die tragisch-komische Geschichte eines jungen Mannes, der sein emotionales Gedächtnis verloren hat. Mühsam aber voller Euphorie versucht er, Gefühle aufs Neue zu erleben. Ausgestattet mit dem emotionalen Erfahrungsschatz eines Kleinkindes stößt er mit seinem Vorhaben oft auf Unverständnis bei seinen Mitmenschen. Die anfängliche Euphorie verfliegt, als eine neu gefundene Liebe in Liebeskummer umschlägt. Er leidet und sieht nur noch einen Ausweg: Er muss vollständige Kontrolle über seine Gefühle erlangen. Also beginnt er, diese mittels waghalsiger Selbstversuche zu erforschen. Tatsächlich entdeckt er die Mechanismen menschlicher Emotionen und lernt, diese zu seinem Vorteil anzuwenden.

Es geht also zweifelsohne um Gefühle und alle Titel-Ideen, die ich bisher hatte, versuchten dies auch auszudrücken, was aber oft nach Kitschroman klingt: Klaviatur der Gefühle, Fühlen will gelernt sein etc. etc.

Mein Favorit ist bisher „Angst, Trauer und andere Freuden“.

Tom hat bereits eine Reihe guter Vorschläge abgegeben (siehe Kommentare zu folgendem Post). Ich würde mich aber dennoch über Eure Meinung freuen. Einfach einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail senden. Mit einem guten Titel-Vorschlag könntet ihr also quasi Pate des Buches werden.

Vielen Dank im Voraus!!!

Zusammenfassung für den Pitch

XXX ist die tragisch-komische Geschichte eines jungen Mannes, der sein emotionales Gedächtnis verloren hat. Mühsam aber voller Euphorie versucht er, Gefühle aufs Neue zu erleben. Ausgestattet mit dem emotionalen Erfahrungsschatz eines Kleinkindes stößt er mit seinem Vorhaben oft auf Unverständnis bei seinen Mitmenschen. Die anfängliche Euphorie verfliegt, als eine neu gefundene Liebe in Liebeskummer umschlägt. Er leidet und sieht nur noch einen Ausweg: Er muss vollständige Kontrolle über seine Gefühle erlangen. Also beginnt er, diese mittels waghalsiger Selbstversuche zu erforschen. Tatsächlich entdeckt er die Mechanismen menschlicher Emotionen und lernt, diese zu seinem Vorteil anzuwenden.

„XXX“ ist der Platzhalter für den Buchtitel, der mir partout nicht einfallen will. Außerdem sollte ich wohl den Umfang der Zusammenfassung um 1/3 kürzen.  Dann noch ein paar knackige Pitch-Sätze drum herum gepackt und es kann mit dem Lecken der Briefmarken begonnen werden.

Der Weg zum Erfolgsbuch: Wanderroman und Körperflüssigkeiten Bibel

Ich habe alles, was ein erfolgreicher Autor braucht: einen sehr guten Namen, ein Wahnsinnsmanuskript, einen mitreißenden Titel und schon sehr bald einen Verlag, der hinter mir steht wie eine Eins mit sieben Nullen und mir beim Geldverdienen hilft. Jetzt müssen Manuskript und Verlag nur noch zueinanderfinden.

Ich weiß, die Aussage könnte von mir sein, ist sie ausnahmsweise aber nicht. Sie stammt von Oliver Maria Schmitt, der glaubt, mit einer Kreuzung aus Wanderroman und Körperflüssigkeiten Bibel einen todsicheren Bestseller landen zu können (Es würde mich nicht wundern, wenn ein solches Buch tatsächlich bald erscheinen würde).

Er versucht also derzeit sein Manuskript auf der Frankfurter Buchmesse an den Mann zu bringen, was ihm nicht ganz gelingen mag. Dies könnte unter anderem an seiner merkwürdigen Verkleidung liegen. Seht selbst: Der Weg zum Erfolgsbuch.

Regel Nr 1 der Verlagssuche:

Versuch nicht mit Kostüme aus der Masse herauszustechen!

Regel Nr 2 der Verlagssuche:

Wenn du glaubst, Regel Nr 1 ignorieren zu müssen,  versuch wenigstens mit deinem Kostüm keine Klischees und Stereotype zu bedienen

Zusammenfassen bis der Arzt kommt

Ich liebe das Schreiben, aber manchmal ist es eher harte Arbeit als Vergnügen. Jahre meines Lebens stecken in dieser nur einen Geschichte, die ich nun endlich hinaus in die Verlagswelt stemmen möchte. Dass es dazu mehr bedarf, als einfach nur ein Manuskript in der Schublade zu haben, wurde an dieser Stelle bereits einige Male erwähnt. Es gibt eine Reihe von Regeln, die es im Bewerbungsprozess zu befolgen gibt (diese werde ich bald mal auflisten, wenn dies alles endlich hinter mir liegt).

Manchmal kommt mir das Ganze eher vor wie ein Test, über dessen Sinn ich mir noch nicht ganz sicher bin. Entweder denken sich die Verlage, dass die Zusammenstellung des Bewerbungsmaterial, einen Großteil der Hobbyschriftsteller entmutigt und somit die Anzahl der Bewerber reduziert, oder man denkt „wer sich die Mühe mit dem ganzen Quatsch hier macht, der hat es verdient, das sein Buch veröffentlicht wird“.

Ich hoffe auf letztere Alternative. Die Aufgabe, der ich mich derzeit stelle, ist ein Zusammenfassung der Geschichte. Die Krux ist, dass diese nicht mehr als 60 Wörtern umfassen sollte. Dies empfiehlt zumindest Andreas Eschbach und dessen Tipps waren bisher ganz hilfreich. Derzeit liege ich bei 120. Sollte ich mal in die Nähe der magischen 60 kommen, werde ich die Zusammenfassung auf Buch Geburt posten.

Morgen wird Apple übrigens neue Schreibgeräte/Notebooks herausbringen. Mein armes, altes iBook wird erleichtert sein:

Was wollen die Verlage eigentlich?

Derzeit bremst meine Arbeit, also jene, die meine Rechnung bezahlt, die Buch Geburt etwas aus. Die Arbeit, also jene, die dem Buch zur Geburt verhelfen soll und keine meiner Rechnungen bezahlt, muss also an den Wochenenden erledigt werden. Das Exposé ist fertig, die Leseprobe eigentlich auch so gut wie, obwohl ich immer wieder Dinge finde, die geändert werden sollte. Der nächste Schritt ist das Anschreiben, das den Lektor überzeugen soll das Exposé zu lesen, dessen Aufgabe es wiederum ist, die Leseprobe schmackhaft zu machen.

Der Kern des Anschreibens ist der Pitch: dieser soll in wenigen Sätzen beschreiben worum es in dem Buch geht und warum sich der Verlag dafür interessieren sollte.

Das Ganze ähnelt im Prinzip dem Klappentext, dessen Aufgabe es ist das Buch an den potentiellen Leser zu verkaufen.

Alex Rühle schreibt heute in der SZ über die Art und Weise, in der Verlage ihre Bücher anpreisen und wie sie sich dabei in einen Rausch der Adjektive und Superlative versetzen. Continue reading ‘Was wollen die Verlage eigentlich?’

Verlagssuche erster Teil: Exposé

Der Entschluss ist gefasst: das Buch wird unters Volk, beziehungsweise unter die Verlage gebracht! Ausdrucken, die Seiten in ein Kuvert gepackt, Verlagsadresse vermerkt, Briefmarke aufgeklebt und weg damit.

Leider, leider ist es damit nicht ganz getan. Das Kuvert muss mit mehr, als nur dem Manuskript oder eine Leseprobe gefüllt werden. Der Bewerbungsprozess, wenn man diesen denn so nennen kann, sieht vor, dass man eine ganze Reihe von Dokumenten versendet.

Das wichtigste Dokument ist meiner Meinung nach das Exposé. Dieses soll den Inhalt und die Handlung des Buches anschaulich zusammenfassen. Es ist DAS Dokument, das den Ausschlag darüber gibt, ob der Lektor das Manuskript oder die Leseprobe überhaupt erst in die Hand nimmt.

So weit so gut. Nun weiß ich, dass mein Exposé ein Knüller werden muss. Allerdings stehen noch zwei Fragen offen, die geklärt werden müssen, bevor ich mit dem Verfassen des Dokuments beginnen kann. Zum einen bin ich mir nicht sicher, ob mit Exposé wirklich auch ein solches gemeint ist. Der Begriff beschreibt nämlich eine inhaltliche Strukturieren eines noch nicht existierenden Buchs (oder Film). Wie sieht es mit fertigen Büchern aus? Meine Geschichte ist zwar noch nicht ganz fertig, aber so gut wie. Daher wäre doch eigentlich eher eine Synopsis, sprich Inhaltsangabe angebracht. So riesig groß ist der Unterschied zwischen den beiden Dokumenten nun auch nicht, aber man will schließlich auf Nummer sicher gehen. Es ist immerhin DAS Dokument der Dokumente. Vielleicht gehe ich einfach einen Kompromiss ein und schreibe eine Synopsis, die ich dann Exposé nenne ;) .

Auch bei der zweiten Frage, jener nach dem Umfang des Exposés, wird wohl ein Kompromiss herhalten müssen. An manchen Stellen der Fachliteratur werden ein bis zwei Seiten empfohlen, andere Quellen behaupten, dass fünf bis sechs die Norm sein. Ich werde mich wohl für die goldene Mitte entscheiden.

Da diese Fragen nun geklärt sind, kann ich endlich mit dem Verfassen des Exposés beginnen. Weitere aufregende Abenteuer zum Thema „Welche Dokumente schickt man an einen Verlag, damit dieser dann ein Buch mit meinem Namen drauf verlegt?“ folgen.

Verfrühte Einleitung der Geburt

Kann man den Prozess der Geburt beschleunigen? Vielleicht sollte ich die Frage etwas anders Formulieren: Müssen die einzelnen Schritte der Buch Geburt zwingend in chronologischer Reihenfolge verlaufen?

Der Schriftsteller Benjamin Stein hatte mir nämlich verraten, dass er seinen ersten Verlagsvertrag bereits erhalten hatte, als das Manuskript lediglich 50 Seiten umfasste. Dies hat mich zu der Überlegung bewegt, mein eigenes Buch ebenfalls bereits vor der Fertigstellung an Verlage zu senden. Wenn man bedenkt, dass solch ein Manuskript in der Regel drei Monate auf dem Schreibtisch eines Lektors verbringt und ich, wenn alles nach Plan läuft, das Buch in diesem Zeitraum beendet haben sollte, ist dies im Grunde eine gute Idee. Eigentlich spricht alles dafür.

Leider wird das Ganze wohl ziemlich arbeitsreich werden. Neben Buchprojekt, Blog und Brötchenverdienen gesellt sich also eine weitere Aktivität hinzu, die die wenigen verblieben freien Stunden des Tages vereinnahmen wird. Aber ich freue mich sehr darauf. Der Schritt ist ohnehin notwendig, warum ihn also nicht etwas früher wagen.

Ich werde also in den kommenden Tagen die Geburt des Buches einleiten.

Ich würde mich über Tipps und Anregung freuen, falls jemand von Euch bereits Erfahrung mit dem Einsenden von Manuskripten haben sollte.