Tag Archive for 'Absage'

Suchen oder Schreiben, das ist hier die Frage.

Mir ist eben aufgefallen, dass ich schon seit Längerem keine Verlagsabsage mehr erhalten habe. Das könnte bedeuten, dass mein Manuskript nun offiziell von allen Verlagen, die ich angeschrieben habe, abgelehnt wurde, obwohl nach meiner Rechnung noch ein paar fehlen. Aber nach einem halben Jahr werden die sich sicherlich auch nicht mehr melden.

Die Überarbeitung des Manuskripts und des Exposés, sowie der ganze andere Kram, der bei der Verlagssuche zu beachten war, hatte mich so gestresst, dass ich das Kapitel so ziemlich abgeschlossen hatte.  Statt weitere Verlage anzuschreiben und einen Agenten zu suchen, habe mich in das neue Buchprojekt sowie in zwei Kurzgeschichtenwettbewerbe geflüchtet. Das neue Projekt hat nun in letzter Zeit auch nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient hat, aber ich freue mich schon sehr darauf, wieder zu ihm zurückzukehren.

Bevor ich dies tue stellt sich allerdings die Frage, ob ich nicht vielleicht doch noch einen zweiten Anlauf in punkto Verlagssuche starten sollte? Immerhin hatte ich beim ersten Anlauf nur die „Großen“ angeschrieben und wollte danach eigentlich die kleineren Verlage anschreiben. Außerdem stand auch noch die Suche nach einem Literaturagenten auf der Checkliste.

Ich werde mich jetzt bis zum Ende des Monats auf die „15 Minuten“-Kurzgeschichte konzentrieren und danach werde ich entscheiden, worauf ich meine Aufmerksamkeit richten werde: das fertige oder das noch ziemlich junge Buchprojekt?!?

Hurra, die erste Absage

Endlich ist die erste (richtige) Absage eingetroffen (jene, die nach nur drei Tagen eingetroffen war, zählte ja nicht). Es mag vielleicht komisch klingen wenn sich jemand über eine Absage freut, aber dies ist einfach zu erklären. Ich hatte nämlich inkorrekte Portoinformationen eingeholt und war schon in Sorge, dass nicht alle Manuskripte die Verlage in Deutschland erreicht hätten. Dem scheint zum Glück nicht so.

Außerdem fand ich es erfreulich, dass diese Absage mit etwas mehr Mühe gestaltet wurde: Mein Name, Titel des Buches etc. waren allesamt vermerkt. Natürlich ist zu erkennen, dass es sich hierbei um ein Standardschreiben handelt, aber wenigstens enthält es einen ehrlichen Grund für meine Ablehnung: der Verlag veröffentlicht in der Regel nur Bücher von etablierten Autoren.

Mit dieser Begründung kann ich leben, klingt sie doch wesentlich besser als „ihr Buch stinkt!“.

Ich hatte ja angekündigt, mich auf die Suche nach einem Agenten zu begeben, und einige meiner Leser hatten geäußert, dass ich dies schon längst hätte tun sollen. Aber ich warte mal ab und arbeite lieber an der Geburt des nächsten Buches sowie an der Kurzgeschichte für den BookRix-Contest.

Außerdem habe ich neben der Agentensuche noch ein paar andere Ideen, wie Buch Nr1 an den Mann gebracht werden könnte.

Ablehnungs-Etikette

Neben einer Grippe erwartete mich bei meiner Rückkehr aus Deutschland auch die erste Absage eines Verlages. Dass mein Manuskript abgelehnt werden würde, damit habe ich durchaus gerechnet. Dies sei im Voraus klargestellt, damit niemand denkt, ich sei ein pampiger, kleiner Hobbyschriftsteller der nicht mit Ablehnung umgehen kann.

Ich finde es sogar sehr nett, dass sich Verlage die Mühe machen Absagen zu verschicken. Ich habe auch vollstes Verständnis dafür, dass es sich dabei um Standardbriefe handelt. Im günstigsten Fall erhält solch ein Brief sogar eine aufmunternde Phrase wie „wir wünschen Ihnen weiterhin viel Glück“.

Dennoch habe ich mich an einem kleinen Detail dieser Absage gestört: dem Datum.  Mit ein wenig Kopfrechnen lässt sich aus diesem nämlich schließen, dass der Brief das Verlagshaus am selben Tag verlassen haben muss, an dem meine Unterlagen dort eingegangen sind. Wenn man dann noch bedenkt, dass Verlage auf ihren Webseiten darauf hinweisen, dass man mit mindestens drei Monaten Wartezeit für eine Antwort rechnen muss, ist das doch schon recht merkwürdig.

Ich finde das natürlich ein bisschen enttäuschend und auch ein wenig frech. Wenn man sich denn schon die Mühe gibt nette und aufmunternde Absagen zu versenden, dann muss man es doch nicht so offensichtlich machen, dass sich kein Schwein meine Unterlagen angeschaut hat. Anders kann ich diese „überstürzte“ Antwort nicht erklären. Ich hatte zwar zwei weiter Möglichkeiten in Betracht gezogen, welche mir aber nicht sonderlich plausibel erschienen:

a)    die Verlage hatten kurz vor Weihnachten nichts zu tun und daher Zeit Unterlagen postwendend zu lesen.
b)    Ein Postbote hat das Kuvert mit einer obszönen Zeichnung versehen, die den Lektor so erbost hat, dass er nicht anders konnte als mein Buch abzulehnen.

Ich möchte andere Verlage, die beschlossen haben mein Buch ebenfalls abzulehnen, aber nicht entmutigen, sondern hoffe dennoch auf eine Antwort. Mittlerweile ist ja auch schon ein Monat vergangen ;)