Mal angenommen Ihr wäret der Chefredakteur eines weltweit erfolgreichen Magazins und hättet einen Buchvertrag in der Tasche. Was würdet Ihr tun? Vielleicht zurücklehnen und hoffen, dass sich das Buch einigermassen verkauft?
Chris Anderson, Chefredakteur des Wired Magazins hat folgendes getan: er verschenkt sein Buch, mit dem allzu passenden Titel “Free”, online. Das Buch ist allerdings nur als E-Book und als Hörbuch umsonst, denn das gute alte Buch aus Papier und Leim ist im Handel käuflich zu erwerben.
Nun, was soll man davon halten? Andersons Marketingmodell orientiert sich an anderen Künstlern, wie beispielsweise Radiohead, deren letztes Album man in digitaler Form auch umsonst (bzw. man durfte dafür auch bezahlen, falls einem danach war) runterladen konnte. Die CD oder LP gab es aber nach wie vor im Plattenladen zu kaufen.
Anderson ist auch nicht der erste Schriftsteller, der sein Werk umsonst ins Netz stellt. Über Scott Siglers Erfolg mit seinen Podiobooks hatte ich ja bereits berichtet. Diese haben ihm immerhin einen Vertrag mit einem Verlag eingebracht. Diesen hatte Anderson allerdings bereits, bevor er sein Buch umsonst ins Netzt stellte.
Wahrscheinlich werden wir in Zukunft mehrere solcher Marketingstrategien sehen. Ich bin gespannt, ob sie von Erfolg gekrönt sein werden.
Hier erklärt Anderson worum es in seinem Buch geht, nämlich wie man mit Gratisprodukten Geld machen kann.


