Tag Archive for 'Herbst'

New Media Herbstabend

Und schon wieder eine Erkältung eingefangen. Dabei ist doch erst Oktober. Bis Dezember werden sicherlich noch zwei, drei dazu kommen. Der Herbst hat Stockholm nun auch fest in seinem Griff. Permanenter Nieselregen, Laub säumt die Gehwege und der kalte Wind hat mich dazu bewegt, meine Handschuhe aus dem Schrank zu kramen, weil es einem beim Fahrradfahren doch recht eisig um die Finger wird.

Aber was gibt es besseres für kalte Herbstabende, als gemütlich vor dem Computer zu sitzen, auf BuchGeburt zu lesen und auf einen Link verwiesen zu werden, der zu einem Podcast führt? Bei besagtem Podcast handelt es sich um I Should be Writing und in der verlinkten Folge werden die Vorzüge von online Medien für den Hobbyschriftsteller von heute diskutiert.

Herbst- und Winterbluuuues

Die Tage in Stockholm werden wieder kürzer und das ziemlich schnell. Perfekte Voraussetzungen zum Schreiben sollte man meinen. Wenn ich doch nur nicht jedes Jahr von einer gewaltigen Wintermüdigkeit überrollt würde. Diese werde ich, wie jedes Jahr, mit Kaffee und grünem Tee bekämpfen, was auch bitter nötig sein wird, wenn sich hier demnächst das Tageslicht schon wieder gegen 15 Uhr nachmittags verabschiedet.

Continue reading ‘Herbst- und Winterbluuuues’

Buchreifes Erwachen und erste Leseprobe

Leider habe ich dank der Grippe nichts kreatives zustande bekommen. Zumindest habe ich es geschafft, ein paar ältere Kapitel durchzulesen. Dabei habe ich eine Passage entdeckt, die ganz gut beschreibt, wie ich mich heute Morgen beim Aufwachen gefühlt habe. In dieser erwacht der Protagonist etwas unsanft, infolge eines Albtraums.  Hier also meine erste (klitzekleine) Leseprobe. Eine ausführlichere Beschreibung des Plots folgt in kürze:

Ich fühle mich so unglaublich beschissen. Als ich vor neun Sekunden erwachte, war ich erstaunt, meinen Körper steif, einer Vielzahl von Krämpfen erlegen, vorzufinden. Acht Sekunden lang war ich schlaftrunkenerweise überzeugt, die Todesstarre habe bereits eingesetzt. Nachdem sich der erste Schrecken gelegt hatte, wollte ich mich vergewissern, ob ich als Leiche eine gute Figur abgebe. Okay, in Wirklichkeit war ich gar nicht ganz so gelassen. Ehrlich gesagt war ich in ziemlicher Panik. Volle sieben Sekunden lang, die erfüllt waren von Jammern, Schluchzen und Heulen um mein frühes Ableben. Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem ich mein Leben wieder lebenswert machen wollte.

Eine Sekunde darauf – die Panik war ein wenig abgeklungen – wurde mir bewusst, dass ich mich irrte und ich doch noch am Leben war, und konnte demnach eine weitere Sekunde später damit beginnen zu überlegen, was denn eigentlich vor neun Sekunden, bevor ich erwachte, passiert war.

Wir befinden uns jetzt in Sekunde zehn nach dem Erwachen und mit dem weichenden Schrecken  lösen sich  auch langsam die Krämpfe in den Muskeln. Über mir sehe ich die Unebenheiten der weiß-gelben Raufasertapete. Mittlerweile bin ich nahezu unverkrampft. Ich erinnere mich, geträumt zu haben. Aber was? Das Thema des Traums liegt mir förmlich auf der Zunge und das macht mich wahnsinnig. Bei dieser Gelegenheit bemerke ich den schalen Belag auf dem eben genannten Sinnesorgan.

Ein anderer in Stockholm lebender Blogger gibt mir übrigens auf Smågodis bezüglich des Herbstanbruchs – dem Grund für meine Grippe – recht und BBC 6, mein heutiger Begleiter durch den Tag, empfiehlt die Band Ipso Facto.