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	<title>Buch Geburt &#187; Prominentenbücher</title>
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	<description>Ein in Schweden lebender Hobbyschriftsteller über seine Erfahrung beim Schreiben.</description>
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		<title>Prominentenbücher &#8211; Das Goldene Kalb der Buchindustrie</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 11:16:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mart</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Prominentenbücher]]></category>

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Das Exposé ist eine ziemliche Herausforderung. Wie komprimiert man ein Buch – sein eigenes noch dazu – auf drei Seiten? Welche Passagen sind wichtig, welche müssen ausgelassen, vernachlässigt, verstoßen werden? Gleichzeitig muss für den Lektor geschrieben werden, der letztlich das Urteil über das Schicksal meines Manuskripts fällen wird. Wenn man dann noch die Wahrscheinlichkeit verlegt [...]]]></description>
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<p class="MsoNormal"><a href="http://buchgeburt.de/wp-content/uploads/2008/09/upside-down.jpg" rel="lightbox[197]"><img class="alignright size-medium wp-image-199" title="upside-down" src="http://buchgeburt.de/wp-content/uploads/2008/09/upside-down-265x300.jpg" alt="" width="265" height="300" /></a><span lang="DE">Das Exposé ist eine ziemliche Herausforderung. Wie komprimiert man ein Buch – sein eigenes noch dazu – auf drei Seiten? Welche Passagen sind wichtig, welche müssen ausgelassen, vernachlässigt, verstoßen werden? Gleichzeitig muss <em>für</em> den Lektor geschrieben werden, der letztlich das Urteil über das Schicksal meines Manuskripts fällen wird. Wenn man dann noch die Wahrscheinlichkeit verlegt zu werden mit einbezieht, kommt man schon ins Zweifeln.</span></p>
<p>Zweifel verursacht auch ein Phänomen, welches seit einigen Jahren in der Buchbranche zu beobachten ist: der Trend zum Prominentenbuch. Hape Kerkeling spaziert und schreibt darüber, Charlotte Roach denkt sich neue Synonyme für diverse Körperöffnungen aus, Dieter Bohlen diktiert einem Ghostwriter unwichtige Details aus seinem Leben, während er auf der Sonnenbank brutzelt und die Leute kaufen die Bücher in rauen Mengen. Nun hat sich laut Süddeutschen auch<span> </span>Bushido – dessen Name ich zwar irgendwo, irgendwann mal gehört habe, seine Musik aber zum Glück noch nicht – in den Kreis der prominenten Schriftsteller gesellt.</p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Gut, die Menschen kaufen wieder Bücher, und lesen diese auch wahrscheinlich. Das ist auch sehr erfreulich. Allerdings hege ich die Befürchtung, dass Prominente bekannt aus Funk- und Fernsehen uns unbekannten Hobbyschriftstellern die wenigen, hart umkämpften Verlagsverträge streitig machen werden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Der Grund ist ein ganz einfacher. Prominentenbücher sind recht einfach zu produzieren und verkaufen sich schneller, als ein Banker heutzutage „bankrott“ sagen kann. Das liegt laut Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg, an Folgendem: </span></p>
<blockquote><p><em><span lang="DE">Nur wer gerade prominent in den Medien vertreten ist, macht Werbung für sein Buch, und zwar in einem Ausmaß, den ein Verlag gar nicht bezahlen kann.</span></em></p></blockquote>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE">Wer sollte es den Verlagen also verübeln, wenn sie Prominenten gegenüber unbekannten Schriftstellern den Vorzug geben. Ich hoffe aber stark, dass der Trend nicht zur Norm wird. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span lang="DE"><span>Quelle: <a href=" http://www.sueddeutsche.de/leben/618/311539/text/">Süddeutsche Zeitung</a> </span></span></p>
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