Tag Archive for 'Verlag'

Hurra, die erste Absage

Endlich ist die erste (richtige) Absage eingetroffen (jene, die nach nur drei Tagen eingetroffen war, zählte ja nicht). Es mag vielleicht komisch klingen wenn sich jemand über eine Absage freut, aber dies ist einfach zu erklären. Ich hatte nämlich inkorrekte Portoinformationen eingeholt und war schon in Sorge, dass nicht alle Manuskripte die Verlage in Deutschland erreicht hätten. Dem scheint zum Glück nicht so.

Außerdem fand ich es erfreulich, dass diese Absage mit etwas mehr Mühe gestaltet wurde: Mein Name, Titel des Buches etc. waren allesamt vermerkt. Natürlich ist zu erkennen, dass es sich hierbei um ein Standardschreiben handelt, aber wenigstens enthält es einen ehrlichen Grund für meine Ablehnung: der Verlag veröffentlicht in der Regel nur Bücher von etablierten Autoren.

Mit dieser Begründung kann ich leben, klingt sie doch wesentlich besser als „ihr Buch stinkt!“.

Ich hatte ja angekündigt, mich auf die Suche nach einem Agenten zu begeben, und einige meiner Leser hatten geäußert, dass ich dies schon längst hätte tun sollen. Aber ich warte mal ab und arbeite lieber an der Geburt des nächsten Buches sowie an der Kurzgeschichte für den BookRix-Contest.

Außerdem habe ich neben der Agentensuche noch ein paar andere Ideen, wie Buch Nr1 an den Mann gebracht werden könnte.

Verlagssuche erster Teil: Exposé

Der Entschluss ist gefasst: das Buch wird unters Volk, beziehungsweise unter die Verlage gebracht! Ausdrucken, die Seiten in ein Kuvert gepackt, Verlagsadresse vermerkt, Briefmarke aufgeklebt und weg damit.

Leider, leider ist es damit nicht ganz getan. Das Kuvert muss mit mehr, als nur dem Manuskript oder eine Leseprobe gefüllt werden. Der Bewerbungsprozess, wenn man diesen denn so nennen kann, sieht vor, dass man eine ganze Reihe von Dokumenten versendet.

Das wichtigste Dokument ist meiner Meinung nach das Exposé. Dieses soll den Inhalt und die Handlung des Buches anschaulich zusammenfassen. Es ist DAS Dokument, das den Ausschlag darüber gibt, ob der Lektor das Manuskript oder die Leseprobe überhaupt erst in die Hand nimmt.

So weit so gut. Nun weiß ich, dass mein Exposé ein Knüller werden muss. Allerdings stehen noch zwei Fragen offen, die geklärt werden müssen, bevor ich mit dem Verfassen des Dokuments beginnen kann. Zum einen bin ich mir nicht sicher, ob mit Exposé wirklich auch ein solches gemeint ist. Der Begriff beschreibt nämlich eine inhaltliche Strukturieren eines noch nicht existierenden Buchs (oder Film). Wie sieht es mit fertigen Büchern aus? Meine Geschichte ist zwar noch nicht ganz fertig, aber so gut wie. Daher wäre doch eigentlich eher eine Synopsis, sprich Inhaltsangabe angebracht. So riesig groß ist der Unterschied zwischen den beiden Dokumenten nun auch nicht, aber man will schließlich auf Nummer sicher gehen. Es ist immerhin DAS Dokument der Dokumente. Vielleicht gehe ich einfach einen Kompromiss ein und schreibe eine Synopsis, die ich dann Exposé nenne ;) .

Auch bei der zweiten Frage, jener nach dem Umfang des Exposés, wird wohl ein Kompromiss herhalten müssen. An manchen Stellen der Fachliteratur werden ein bis zwei Seiten empfohlen, andere Quellen behaupten, dass fünf bis sechs die Norm sein. Ich werde mich wohl für die goldene Mitte entscheiden.

Da diese Fragen nun geklärt sind, kann ich endlich mit dem Verfassen des Exposés beginnen. Weitere aufregende Abenteuer zum Thema „Welche Dokumente schickt man an einen Verlag, damit dieser dann ein Buch mit meinem Namen drauf verlegt?“ folgen.