Vergangene Woche kam ich in den Genuss eines Workshops zum Thema Zeitmanagement, in dem demonstriert wurde, wie man seinen Arbeitstag effektiv gestalten kann. Die einzige Erkenntnis, die ich aus diesem Seminar habe gewinnen können war, dass ich einfach zu wenig Zeit habe: weder auf der Arbeit noch in meinem Schattendasein als Schriftsteller.
Besonders letzteres schmerzt. Im Moment komme ich einfach zu spät von der Arbeit nach Hause, um abends noch effektiv schreiben zu können. Bleiben also nur noch die Wochenenden. An diesen nehme ich mir oft zu viel vor und die Enttäuschung ist groß, wenn ich nicht genügend zu Papier bringe. Aber an guten Tagen, wie dem gestrigen, kann ich es tatsächlich schaffen ein ganzes Kapitel zu schreiben. Zu dem habe ich mit der Struktur der Kurzgeschichte begonnen. Alles in allem also ein gelungenes Wochenende.
Dennoch stelle ich mir manchmal die Frage, wie es wäre, wenn ich meine ganze Energie auf das Schreiben richten könnte, ganz ungestört von einem festen Job. Würde ich langsamer und bedachter schreiben? Könnte ich gar die Lust am Schreiben verlieren, weil es plötzlich mein Beruf und nicht mehr mein Hobby ist? Ich kann es kaum erwarten, irgendwann die Antworten auf diese Fragen zu bekommen.


